Archiv des Autors: Ortsschreiber

Bild Messstelle Grundwasser bei Buchschwabach

Die Messstelle für Grundwasser in Buchschwabach

Kurz vor der Landkreisgrenze nach Ansbach befindet sich die Grundwassermesstelle Buchschwabach. Seit dem Jahr 2009 werden dort regelmäßig vom Wasserwirtschaftsamt händisch die Messwerte erfasst. Die Messstelle befindet sich auf 402 Meter über normal Null. Laut Auswertung der Messdaten verliert die Messstelle pro Jahr ca. 0,04 Meter (4 Zentimeter) an Pegel. Bezogen auf bisher 15 Jahre Messung summiert sich der Rückgang auf ca. 0,6 Meter (60 Zentimeter). Der Autor hat zu seiner Berechnung und Grafik Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg gehalten. Die Antwort vom Wasserwirtschaftsamt finden Sie weiter unten im Text.

Grundwasserstand Buchschwabach Messstelle 17947
Grafik Trend Grundwasserstand Buchschwabach Messstelle 17947 (Grafik Autor, Daten vom Gewässerkundlichem Dienst Bayern)

Was sagt die Behörde zum Trend der Messstelle

Um die Berechnung und den Trend daraus zu prüfen, verfasste der Autor eine Anfrage an das Wasserwirtschaftsamt in Nürnberg. Erstens wollte der Autor wissen, ob seine Berechnungen nebst dem abfallenden Trend stimmen. Und zweitens stellte er die Anfrage, wo das untere Limit der Messstelle ist.

Einige Tage später kam Antwort von der Sachgebietsleitung Hydrologie:

Die Grundwassermessstelle Buchschwabach 17194 erschließt den Tiefengrundwasserleiter im Benker Sandstein. Tiefes Grundwasser regeneriert sich nur langsam und ist von mächtigen Deckschichten gut geschützt. Das Grundwasser ist gespannt, d.h. bei einer Bohrung (Messstelle, Brunnen) steigt der Wasserspiegel deutlich höher über die Grundwasser-erfüllten Schichten.

Zu Frage 1: Ja, es ist ein leicht fallender Trend des Grundwasserspiegels (Druckspiegel) feststellbar. Dies kann mit dem Klimawandel in Kombination mit Grundwasser-Entnahmen zusammenhängen.
Zu Frage 2: Die Messstelle hat eine Wassersäule von knapp 100 m, daher kann sie u. E. nicht „leer“ werden. Das Grundwasser ist auch bei leicht sinkendem Trend noch weiterhin deutlich gespannt. Die Grundwasserspiegel unserer Messstellen werden weiterhin kritisch beobachtet. Ein unteres Limit gibt es zunächst nicht.

Ein sparsamer Umgang mit Grund- bzw. Trinkwasser kann dazu beitragen, dass unsere Grundwasserleiter nicht übernutzt werden.

Antwort des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg auf die Anfrage des Autors Dezember 2013

Herzlichen Dank an die zuständige Sachgebietsleitung für die zügige und kompetente Antwort.

Weitere links zum Beitrag

https://www.gkd.bayern.de/de/grundwasser/tieferestockwerke/bayern/buchschwabach-b4-17194/gesamtzeitraum (link)

Bild Saharastaub über Buchschwabach 2024

Saharastaub über Buchschwabach

Von Ende März bis Anfang April 2024 strömten ungewöhnlich hohe Mengen an Saharastaub nach Bayern. So auch am 08.04.2024 als das Titelbild zu diesem Beitrag entstand. Laut wetterochs stiegen die Werte auf bis zu 2 Gramm pro Kubikmeter Höhenluft. Der feine Staub hatte einen weiten Weg hinter sich. Von Afrika über Südeuropa bis über die Alpen zog es ihn in hohen Luftschichten bis nach Deutschland. Und danach weiter nach Nordeuropa und Russland. Aufgrund des Luftdrucks meldeten die hauseigenene Wetterstationen in Buchschwabach eigentlich wolkenlosen Himmel. Doch der Saharastaub sorgte den ganzen Tag über für trübes Licht.

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A400M der Luftwaffe über Buchschwabach

Am 08.04.2024 überflog ein Transportflugzeug der Bundeswehr in geringer Höhe Teile des Marktgebietes von Roßtal. Der Airbus A400M Atlas ist ein leistungsstarkes, militärisches Universalflugzeug der deutschen Luftwaffe. Mehr zum Flugzeug erfahrt ihr bei Bundeswehr.de. Der Start erfolgte in Siegen. Die Landung in Hannover. Kurz vor 15 Uhr Ortszeit wurde die Maschine mit der Seriennummer 081 sowohl real als auch auf flightradar24.com gesichtet (Kennung dort ACTOS8, Datenpunkt bei Position latitude 49.37535, longitude 10.86324). Danke zudem an die Leser für weiteres Bildmaterial hier im Beitrag.

Airbus A400M über Buchschwabach.
Airbus A400M am 08.04.2024 über Buchschwabach.

Sichtung real und digitaler Empfang per ADS-B

Praktisch bei der Sichtung war, dass in Buchschwabach eine Empfangsstation für ADS-B auf 1090MHz vorhanden ist. Der Airbus A400M Atlas 55-22 flog zwischen Trettendorf und Buchschwabach auf einer GPS-Höhe von ca. 700 Metern mit knapp 500 km/h und einer Richtung von 60 Grad. Zieht man die 400 Meter Ortshöhe ab, verbleibt eine reelle Flughöhe von nur ca. 300 Metern über Grund. Als Beweis dienen die digitalen Spuren auf flightradar24.com und radarbox.com.

Sichtung A400M, 08.04.2024, Nachbarort Wintersdorf, Einsendung durch Leser (danke dafür)

Aufgrund der geringen Flughöhe sowie der Flugzeuglänge von 45 Metern war der Airbus A400M mit seinen 4 Turboprob-Triebwerken mit je 10.000 PS im Marktgebiet Roßtal vielfach sichtbar und deutlich zu hören. Herzlichen Dank für Bildmaterial durch fleißige Leser von buchschwabach.com .

Westlich von Buchschwabach war bis zu den 1980er Jahren die Autobahn A75 geplant.

Buchschwabach und die Autobahn A75

Laut Quellen gab es bis zu den 1980er Jahren bei Buchschwabach Planungen für den Bau einer Autobahn. Diese Autobahn sollte den Verkehr westlich an Nürnberg vorbeiführen. Die Trasse war geplant von der A3 bei Erlangen vorbei an Langenzenn, Cadolzburg und Ammerndorf. Westlich hätte die Autobahn A75 dann Buchschwabach tangiert und wäre über Rohr auf die A6 geführt worden.

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Bauernproteste Januar 2024 und die B14 in Buchschwabach

Bereits vor dem Jahreswechsel platzte Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied der Kragen. Und er prophezeite dem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (GRÜNE) in Kürze Proteste in bisher nicht dagewesenem Ausmaß. Auslöser war die spontane Streichung der Steuerrückvergütung von Kraftstoff für landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge. Sowie die Streichung von Vergünstigungen bei der KFZ-Steuer. Und in der Tat kam es am 08. Januar 2024 bundesweit zu unzähligen Protesten mit tausenden von Fahrzeugen. Bereits am Sonntag zuvor hing an den Ortsschildern an der B14 von Buchschwabch je ein Stiefel. Eines der vielen Symbole der Proteste.

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Buchschwabach im Schnee 2023

Anfang Dezember 2023 fiel reichlich Schnee. Hier sehen Sie Buchschwabach mit ca. 1080 Einwohnern mit Blick von Western. Im Mittelwert fällt hier pro Jahr ca. 600mm Niederschlag pro Quadratmeter. Laut DWD war 1964 mit nur 400mm pro qm ein sehr trockenes Jahr. Während 1981 mit über 900mm pro qm im Raum Nürnberg ein sehr nasses Jahr war (link). Laut LfU Bayern nehmen die Niederschläge am Ort tendenziell im Sommer ab und legen dafür im Winter eher zu (link). Links im Bild ist die Wasserturmsiedlung zu sehen. In der linken Bildmitte spitzt die evangelische Kirche Maria Magdalena mit ihrem Turm heraus. Vorne findet sich das Wohngebiet Hohe Sandleite. Durch Buchschwabach schlängelt sich die Bundesstraße B14. Diese Straße führt von der tschechischen Grenze in Ostbayern bis nach Stockach im südlichen Baden-Württemberg. Am Horizont links lässt sich der Fernmeldeturm Nürnberg erahnen. Östlich von Buchschwabach (im Bild rechts der Mitte oberhalb der Hohen Sandleite) zeichnet sich Defersdorf ab.

Zuckerrübenernte in Buchschwabach

Neben Wohnen und Gewerbe spielt in Buchschwabach weiterhin Landwirtschaft flächenmäßig eine große Rolle. Dieses Jahr wurden auf einem Feld Zuckerrüben angebaut. Nach deren Ernte finden sich die Früchte säuberlich aufgehäuft am Feldrand. Hierbei sind die Ertragssteigerungen durch moderne Landwirtschaft interessant. Während um das Jahr 1850 lediglich 20 Tonnen Früchte pro Hektar erzielt werden konnten, ermöglichen effiziente Flächen, moderne Maschinen und bessere Bewirtschaftung seit dem Jahr 2000 laut statista.de einen mittleren Ertrag zwischen 70 und 80 Tonnen pro Hektar. Dies entspricht einer Vervierfachung an Ertrag binnen 150 Jahren.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/165449/umfrage/zuckerruebenertrag-in-deutschland-seit-1850/

Der einstige Flugplatz Buchschwabach heute

Heute drehen sich nordwestlich von Buchschwabach friedlich drei Windräder. Doch bis ins Jahr 1945 befand sich zwischen dem linken und mittleren Windrad ein Flugplatz. Dieser unterstand bis April 1945 der Wehrmacht. Nach Einmarsch der US-Amerikaner wurde der Flugplatz Buchschwabach noch einige Monate weiter genutzt. Laut Quellen diente der Flugplatz erst als Übungsplatz für Fürth-Atzenhof. Und später der US-Army als Ausweichplatz. Heute erinnern nur mehr einige landwirtschaftliche Wege an die Ausmaße. Und davor wird friedlich und umweltschonend gearbeitet. Denn im Jahr 2020 fand die Erweiterung des Gewerbegebietes Buchschwabach statt.

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Beginnender Herbst 2023 in Buchschwabach

Noch steht der Tabak. Im Hintergrund ist rechts der Wasserturm zu sehen. Links führt die 110kV-Trasse vom Kraftwerk Gebersdorf zum Umspannwerk Müncherlbach. Diese Trasse leitet bei knapper Stromlage die Energie vom GuD-Kraftwerk in Nürnberg aufs Land. Und wenn die Sonne kräftig scheint oder der Wind fleißig weht, dann führt diese Trasse die regenerative Energie zurück nach Nürnberg. In und um Buchschwabach steht mit Wind und Solar eine installierte Leistung von ca. 10MW peak. Neben Produkten der Landwirtschaft liefert das Umland zunehmend Energie in die Städte.