Bereits vor dem Jahreswechsel platzte Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied der Kragen. Und er prophezeite dem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (GRÜNE) in Kürze Proteste in bisher nicht dagewesenem Ausmaß. Auslöser war die spontane Streichung der Steuerrückvergütung von Kraftstoff für landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge. Sowie die Streichung von Vergünstigungen bei der KFZ-Steuer. Und in der Tat kam es am 08. Januar 2024 bundesweit zu unzähligen Protesten mit tausenden von Fahrzeugen. Bereits am Sonntag zuvor hing an den Ortsschildern an der B14 von Buchschwabch je ein Stiefel. Eines der vielen Symbole der Proteste.

Ab 05:40 Uhr erschwerte ein Landwirt den Zugang zur Autobahnauffahrt A6 Neuendettelsau. Ab 06:30 Uhr kam der Verkehr der B14 am Kreisverkehr vor Stein zum erliegen. Und auch die B14 in Ansbach wurde durch hunderte Traktoren zum Stillstand gebracht.

Somit herrschte auf der sonst viel befahrenen Bundesstraße durch Buchschwabach teils gähnende Leere. Und immer wieder durchfuhren Traktoren aus dem Umkreis des Ortes mit selbst gemalten Schildern und markanter Beleuchtung den Ort Richtung Stein. Denn dort trafen sich die Fahrzeuge zu einer genehmigten Sternfahrt. Bis dahin mahnte die Polizei zur Vernunft und löste Blockaden auf. Somit fand zwischen 8 und 10 Uhr wieder etwas mehr Verkehr statt.
Ab 11 Uhr begann dann die Sternfahrt durch Stein und Gebersdorf zur Fürther Freiheit. Und der Verkehr durch Buchschwabach normalisierte sich weiterhin. Erst nachmittags, als die Teilnehmer der Demonstration wieder die Heimreise antraten, kam es erneut zu Behinderungen. Diesmal teils sogar mit Führung des Konvois durch Polizeikräfte. Und trotz der Sorge von Ordnungsbehörden und manchen Politikern vor Radikalisierung blieben die Aktionen nicht nur entlang der B14 sondern bundesweit friedlich und kooperativ.
Die große Sternfahrt am 12.01.2024

Nur wenige Tage danach organisierte sich in windeseile die Sternfahrt aus ganz Mittelfranken nach Nürnberg. Schon vor 6 Uhr morgens sammelten sich am 12. Januar 2024 zwischen Heilsbronn und Müncherlbach auf der alten B14 die ersten Fahrzeuge. Zielpunkt war der Volksfestplatz in Nürnberg. Ab ca. 7 Uhr erreichte die schier endlose Kollonne über die B14 den Ort Buchschwabach. Neben Landwirten aus den angrenzenden Landkreisen Roth und Ansbach gesellten sich zudem unzählige Spediteure und Handwerker mit in den blinkenden, hupenden Konvoi. Die weitest gereisten Teilnehmer wurden mit Kennzeichen aus Würzburg gesichtet. Nichts ging mehr auf der B14 Fahrtrichtung Nürnberg. Mehr als eine Stunde zog sich die Fahrzeugschlange durch den Ort Buchschwabach.

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