Eine ländliche Kurzgeschichte für Alle, die sich fragen, was nachts auf dem Acker piepst und blau leuchtet.
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Eine ländliche Kurzgeschichte für Alle, die sich fragen, was nachts auf dem Acker piepst und blau leuchtet.
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Nach fast 20 Jahren Wartezeit war es wieder soweit. Ein sehr starker Sonnensturm erreichte am Freitag, den 10. Mai 2024 das Magnetfeld der Erde. Durch den Sonnensturm angeregte Sauerstoff- und Stickstoffatome erzeugten im Erdmagnetfeld wunderschöne Farbschauspiele. Und diesmal waren Polarlichter nicht nur in Norwegen oder Grönland sichtbar. Der Sturm war so stark, dass sogar bis Italien Sichtungen gemeldet wurden. So glänzte auch der kleine, fränkische Ort Buchschwabach wunderbar unter schimmernden Farben. Das seltene Naturschauspiel begann am Freitag, den 10. Mai 2024 gegen 22 Uhr abends.

Am Samstag, den 11. Mai 2024 bot sich gegen 22Uhr erneut kurz die Chance auf Sichtung. Jedoch nur mit einem Fotoapparat und hohen Belichtungszeiten im Sekundenbereich.

In den dritten Nacht hat es dann auch der Autor dieses Beitrags geschafft: Er blieb wach und konnte gegen Mitternacht mit langer Belichtungszeit leichte Polarlichter in Buchschwabach festhalten.

Gegen Mitternacht stiegen in der dritten Nacht die Chancen nochmal leicht an. Im Bild oben sehen Sie den direketen Vergleich. Polarlichter sind kaum vorhersehbar. Die Chancen können sich binnen weniger Minuten radikal ändern. Um 23:55Uhr war der Nachthimmel noch normal (Bild oben). Nur die Reflektionen der umliegenden Städte hellten den Himmel leicht auf. Aber nur vier Minuten später, um 23:59 Uhr, zeigte sich dann ein leichtes Farbspiel am Himmel über Buchschwabach (Bild unten). In der Mitte des Bildes ist der Kurvenverlauf (http://www.theusner.eu) zur wahrscheinlichen Sichtbarkeit.
Dieses Bild entstand unter schwachem Aktivitätslevel „2“. In den Nächten davor gab es extreme Aktivitätslevel bis „5“. Hier hat es der Autor leider bis zur dritten Nacht verpasst. Das Bild zeigt daher nur das Nachspiel eines über drei Nächte heftigten Naturschauspiels. Immerhin gibt es nun ein offizielles Bild mit Polarlichtern über Buchschwabach.
https://www.swpc.noaa.gov/communities/aurora-dashboard-experimental
Heute drehen sich nordwestlich von Buchschwabach friedlich drei Windräder. Doch bis ins Jahr 1945 befand sich zwischen dem linken und mittleren Windrad ein Flugplatz. Dieser unterstand bis April 1945 der Wehrmacht. Nach Einmarsch der US-Amerikaner wurde der Flugplatz Buchschwabach noch einige Monate weiter genutzt. Laut Quellen diente der Flugplatz erst als Übungsplatz für Fürth-Atzenhof. Und später der US-Army als Ausweichplatz. Heute erinnern nur mehr einige landwirtschaftliche Wege an die Ausmaße. Und davor wird friedlich und umweltschonend gearbeitet. Denn im Jahr 2020 fand die Erweiterung des Gewerbegebietes Buchschwabach statt.
Army Air Forces Station Buchschwabach (link wikipedia)