Das Gewerbegebiet in Buchschwabach schafft es seit seiner Ausweisung in den 1990er Jahren immer wieder zu Schlagzeilen. Bisher fand die Entwicklung des Gewerbegebietes in kleinteiligen Schritten statt. Dies war bisher langwierig und sehr teuer für den Markt Roßtal. Im Januar 2019 informierte Bürgermeister Johann Völkl über Pläne zur Erweiterung durch einen Generalplaner. Nach einem Bürgerentscheid ging es kinoreif vorwärts. Hier finden Sie die Chronik
Laut Netzrecherche wurde der Wasserturm im Jahr 1961 erbaut und ist ca. 30 Meter hoch. Sein exponierter Standort liegt ca. 400m über NN. Somit ist der Turm in Buchschwabach ein markanter Punkt. Er befindet sich westlich der Wasserturmsiedlung und östlich der 110kV-Netztrasse Gebersdorf Müncherlbach. Auf dieser Seite finden Sie Informationen sowie Bilder zum Wasserturm Buchschwabach.
Kurz vor der Landkreisgrenze nach Ansbach befindet sich die Grundwassermesstelle Buchschwabach. Seit dem Jahr 2009 werden dort regelmäßig vom Wasserwirtschaftsamt händisch die Messwerte erfasst. Die Messstelle befindet sich auf 402 Meter über normal Null. Laut Auswertung der Messdaten verliert die Messstelle pro Jahr ca. 0,04 Meter (4 Zentimeter) an Pegel. Bezogen auf bisher 15 Jahre Messung summiert sich der Rückgang auf ca. 0,6 Meter (60 Zentimeter). Der Autor hat zu seiner Berechnung und Grafik Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg gehalten. Die Antwort vom Wasserwirtschaftsamt finden Sie weiter unten im Text.
Grafik Trend Grundwasserstand Buchschwabach Messstelle 17947 (Grafik Autor, Daten vom Gewässerkundlichem Dienst Bayern)
Was sagt die Behörde zum Trend der Messstelle
Um die Berechnung und den Trend daraus zu prüfen, verfasste der Autor eine Anfrage an das Wasserwirtschaftsamt in Nürnberg. Erstens wollte der Autor wissen, ob seine Berechnungen nebst dem abfallenden Trend stimmen. Und zweitens stellte er die Anfrage, wo das untere Limit der Messstelle ist.
Einige Tage später kam Antwort von der Sachgebietsleitung Hydrologie:
Die Grundwassermessstelle Buchschwabach 17194 erschließt den Tiefengrundwasserleiter im Benker Sandstein. Tiefes Grundwasser regeneriert sich nur langsam und ist von mächtigen Deckschichten gut geschützt. Das Grundwasser ist gespannt, d.h. bei einer Bohrung (Messstelle, Brunnen) steigt der Wasserspiegel deutlich höher über die Grundwasser-erfüllten Schichten.
Zu Frage 1: Ja, es ist ein leicht fallender Trend des Grundwasserspiegels (Druckspiegel) feststellbar. Dies kann mit dem Klimawandel in Kombination mit Grundwasser-Entnahmen zusammenhängen. Zu Frage 2: Die Messstelle hat eine Wassersäule von knapp 100 m, daher kann sie u. E. nicht „leer“ werden. Das Grundwasser ist auch bei leicht sinkendem Trend noch weiterhin deutlich gespannt. Die Grundwasserspiegel unserer Messstellen werden weiterhin kritisch beobachtet. Ein unteres Limit gibt es zunächst nicht.
Ein sparsamer Umgang mit Grund- bzw. Trinkwasser kann dazu beitragen, dass unsere Grundwasserleiter nicht übernutzt werden.
Antwort des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg auf die Anfrage des Autors Dezember 2013
Herzlichen Dank an die zuständige Sachgebietsleitung für die zügige und kompetente Antwort.
Nach fast 20 Jahren Wartezeit war es wieder soweit. Ein sehr starker Sonnensturm erreichte am Freitag, den 10. Mai 2024 das Magnetfeld der Erde. Durch den Sonnensturm angeregte Sauerstoff- und Stickstoffatome erzeugten im Erdmagnetfeld wunderschöne Farbschauspiele. Und diesmal waren Polarlichter nicht nur in Norwegen oder Grönland sichtbar. Der Sturm war so stark, dass sogar bis Italien Sichtungen gemeldet wurden. So glänzte auch der kleine, fränkische Ort Buchschwabach wunderbar unter schimmernden Farben. Das seltene Naturschauspiel begann am Freitag, den 10. Mai 2024 gegen 22 Uhr abends.
Grafik Polarlicht Messdaten Deutschland 10. Mai 2024
Am Samstag, den 11. Mai 2024 bot sich gegen 22Uhr erneut kurz die Chance auf Sichtung. Jedoch nur mit einem Fotoapparat und hohen Belichtungszeiten im Sekundenbereich.
Grafik Polarlicht Messdaten Deutschland 11. Mai 2024
In den dritten Nacht hat es dann auch der Autor dieses Beitrags geschafft: Er blieb wach und konnte gegen Mitternacht mit langer Belichtungszeit leichte Polarlichter in Buchschwabach festhalten.
Schwaches Polarlicht über dem Wassertum Buchschwabach in der dritten Nacht
Gegen Mitternacht stiegen in der dritten Nacht die Chancen nochmal leicht an. Im Bild oben sehen Sie den direketen Vergleich. Polarlichter sind kaum vorhersehbar. Die Chancen können sich binnen weniger Minuten radikal ändern. Um 23:55Uhr war der Nachthimmel noch normal (Bild oben). Nur die Reflektionen der umliegenden Städte hellten den Himmel leicht auf. Aber nur vier Minuten später, um 23:59 Uhr, zeigte sich dann ein leichtes Farbspiel am Himmel über Buchschwabach (Bild unten). In der Mitte des Bildes ist der Kurvenverlauf (http://www.theusner.eu) zur wahrscheinlichen Sichtbarkeit.
Polarlicht über Buchschwabach
Dieses Bild entstand unter schwachem Aktivitätslevel „2“. In den Nächten davor gab es extreme Aktivitätslevel bis „5“. Hier hat es der Autor leider bis zur dritten Nacht verpasst. Das Bild zeigt daher nur das Nachspiel eines über drei Nächte heftigten Naturschauspiels. Immerhin gibt es nun ein offizielles Bild mit Polarlichtern über Buchschwabach.
Von Ende März bis Anfang April 2024 strömten ungewöhnlich hohe Mengen an Saharastaub nach Bayern. So auch am 08.04.2024 als das Titelbild zu diesem Beitrag entstand. Laut wetterochs stiegen die Werte auf bis zu 2 Gramm pro Kubikmeter Höhenluft. Der feine Staub hatte einen weiten Weg hinter sich. Von Afrika über Südeuropa bis über die Alpen zog es ihn in hohen Luftschichten bis nach Deutschland. Und danach weiter nach Nordeuropa und Russland. Aufgrund des Luftdrucks meldeten die hauseigenene Wetterstationen in Buchschwabach eigentlich wolkenlosen Himmel. Doch der Saharastaub sorgte den ganzen Tag über für trübes Licht.
Nordwestlich von Buchschwabach steht eine Windkraftanlage. Es handelt sich um eine Anlage des Herstellers Nordex vom Typ N-117 und der Seriennummer NX83500. Die maximale Leistung beträgt stolze 2400kW (2,4MW). Insgesamt ist das Windrad 199,5 Meter hoch und steht ca. 400 Meter über Normal-Null.
Bereits vor dem Jahreswechsel platzte Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied der Kragen. Und er prophezeite dem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (GRÜNE) in Kürze Proteste in bisher nicht dagewesenem Ausmaß. Auslöser war die spontane Streichung der Steuerrückvergütung von Kraftstoff für landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge. Sowie die Streichung von Vergünstigungen bei der KFZ-Steuer. Und in der Tat kam es am 08. Januar 2024 bundesweit zu unzähligen Protesten mit tausenden von Fahrzeugen. Bereits am Sonntag zuvor hing an den Ortsschildern an der B14 von Buchschwabch je ein Stiefel. Eines der vielen Symbole der Proteste.
Anfang Dezember 2023 fiel reichlich Schnee. Hier sehen Sie Buchschwabach mit ca. 1080 Einwohnern mit Blick von Western. Im Mittelwert fällt hier pro Jahr ca. 600mm Niederschlag pro Quadratmeter. Laut DWD war 1964 mit nur 400mm pro qm ein sehr trockenes Jahr. Während 1981 mit über 900mm pro qm im Raum Nürnberg ein sehr nasses Jahr war (link). Laut LfU Bayern nehmen die Niederschläge am Ort tendenziell im Sommer ab und legen dafür im Winter eher zu (link). Links im Bild ist die Wasserturmsiedlung zu sehen. In der linken Bildmitte spitzt die evangelische Kirche Maria Magdalena mit ihrem Turm heraus. Vorne findet sich das Wohngebiet Hohe Sandleite. Durch Buchschwabach schlängelt sich die Bundesstraße B14. Diese Straße führt von der tschechischen Grenze in Ostbayern bis nach Stockach im südlichen Baden-Württemberg. Am Horizont links lässt sich der Fernmeldeturm Nürnberg erahnen. Östlich von Buchschwabach (im Bild rechts der Mitte oberhalb der Hohen Sandleite) zeichnet sich Defersdorf ab.
Neben Wohnen und Gewerbe spielt in Buchschwabach weiterhin Landwirtschaft flächenmäßig eine große Rolle. Dieses Jahr wurden auf einem Feld Zuckerrüben angebaut. Nach deren Ernte finden sich die Früchte säuberlich aufgehäuft am Feldrand. Hierbei sind die Ertragssteigerungen durch moderne Landwirtschaft interessant. Während um das Jahr 1850 lediglich 20 Tonnen Früchte pro Hektar erzielt werden konnten, ermöglichen effiziente Flächen, moderne Maschinen und bessere Bewirtschaftung seit dem Jahr 2000 laut statista.de einen mittleren Ertrag zwischen 70 und 80 Tonnen pro Hektar. Dies entspricht einer Vervierfachung an Ertrag binnen 150 Jahren.
Noch steht der Tabak. Im Hintergrund ist rechts der Wasserturm zu sehen. Links führt die 110kV-Trasse vom Kraftwerk Gebersdorf zum Umspannwerk Müncherlbach. Diese Trasse leitet bei knapper Stromlage die Energie vom GuD-Kraftwerk in Nürnberg aufs Land. Und wenn die Sonne kräftig scheint oder der Wind fleißig weht, dann führt diese Trasse die regenerative Energie zurück nach Nürnberg. In und um Buchschwabach steht mit Wind und Solar eine installierte Leistung von ca. 10MW peak. Neben Produkten der Landwirtschaft liefert das Umland zunehmend Energie in die Städte.