Bild Saharastaub über Buchschwabach 2024

Saharastaub über Buchschwabach

Von Ende März bis Anfang April 2024 strömten ungewöhnlich hohe Mengen an Saharastaub nach Bayern. So auch am 08.04.2024 als das Titelbild zu diesem Beitrag entstand. Laut wetterochs stiegen die Werte auf bis zu 2 Gramm pro Kubikmeter Höhenluft. Der feine Staub hatte einen weiten Weg hinter sich. Von Afrika über Südeuropa bis über die Alpen zog es ihn in hohen Luftschichten bis nach Deutschland. Und danach weiter nach Nordeuropa und Russland. Aufgrund des Luftdrucks meldeten die hauseigenene Wetterstationen in Buchschwabach eigentlich wolkenlosen Himmel. Doch der Saharastaub sorgte den ganzen Tag über für trübes Licht.

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Westlich von Buchschwabach war bis zu den 1980er Jahren die Autobahn A75 geplant.

Buchschwabach und die Autobahn A75

Laut Quellen gab es bis zu den 1980er Jahren bei Buchschwabach Planungen für den Bau einer Autobahn. Diese Autobahn sollte den Verkehr westlich an Nürnberg vorbeiführen. Die Trasse war geplant von der A3 bei Erlangen vorbei an Langenzenn, Cadolzburg und Ammerndorf. Westlich hätte die Autobahn A75 dann Buchschwabach tangiert und wäre über Rohr auf die A6 geführt worden.

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Bauernproteste Januar 2024 und die B14 in Buchschwabach

Bereits vor dem Jahreswechsel platzte Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied der Kragen. Und er prophezeite dem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (GRÜNE) in Kürze Proteste in bisher nicht dagewesenem Ausmaß. Auslöser war die spontane Streichung der Steuerrückvergütung von Kraftstoff für landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge. Sowie die Streichung von Vergünstigungen bei der KFZ-Steuer. Und in der Tat kam es am 08. Januar 2024 bundesweit zu unzähligen Protesten mit tausenden von Fahrzeugen. Bereits am Sonntag zuvor hing an den Ortsschildern an der B14 von Buchschwabch je ein Stiefel. Eines der vielen Symbole der Proteste.

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Buchschwabach im Schnee 2023

Anfang Dezember 2023 fiel reichlich Schnee. Hier sehen Sie Buchschwabach mit ca. 1080 Einwohnern mit Blick von Western. Im Mittelwert fällt hier pro Jahr ca. 600mm Niederschlag pro Quadratmeter. Laut DWD war 1964 mit nur 400mm pro qm ein sehr trockenes Jahr. Während 1981 mit über 900mm pro qm im Raum Nürnberg ein sehr nasses Jahr war (link). Laut LfU Bayern nehmen die Niederschläge am Ort tendenziell im Sommer ab und legen dafür im Winter eher zu (link). Links im Bild ist die Wasserturmsiedlung zu sehen. In der linken Bildmitte spitzt die evangelische Kirche Maria Magdalena mit ihrem Turm heraus. Vorne findet sich das Wohngebiet Hohe Sandleite. Durch Buchschwabach schlängelt sich die Bundesstraße B14. Diese Straße führt von der tschechischen Grenze in Ostbayern bis nach Stockach im südlichen Baden-Württemberg. Am Horizont links lässt sich der Fernmeldeturm Nürnberg erahnen. Östlich von Buchschwabach (im Bild rechts der Mitte oberhalb der Hohen Sandleite) zeichnet sich Defersdorf ab.

Zuckerrübenernte in Buchschwabach

Neben Wohnen und Gewerbe spielt in Buchschwabach weiterhin Landwirtschaft flächenmäßig eine große Rolle. Dieses Jahr wurden auf einem Feld Zuckerrüben angebaut. Nach deren Ernte finden sich die Früchte säuberlich aufgehäuft am Feldrand. Hierbei sind die Ertragssteigerungen durch moderne Landwirtschaft interessant. Während um das Jahr 1850 lediglich 20 Tonnen Früchte pro Hektar erzielt werden konnten, ermöglichen effiziente Flächen, moderne Maschinen und bessere Bewirtschaftung seit dem Jahr 2000 laut statista.de einen mittleren Ertrag zwischen 70 und 80 Tonnen pro Hektar. Dies entspricht einer Vervierfachung an Ertrag binnen 150 Jahren.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/165449/umfrage/zuckerruebenertrag-in-deutschland-seit-1850/

Der einstige Flugplatz Buchschwabach heute

Heute drehen sich nordwestlich von Buchschwabach friedlich drei Windräder. Doch bis ins Jahr 1945 befand sich zwischen dem linken und mittleren Windrad ein Flugplatz. Dieser unterstand bis April 1945 der Wehrmacht. Nach Einmarsch der US-Amerikaner wurde der Flugplatz Buchschwabach noch einige Monate weiter genutzt. Laut Quellen diente der Flugplatz erst als Übungsplatz für Fürth-Atzenhof. Und später der US-Army als Ausweichplatz. Heute erinnern nur mehr einige landwirtschaftliche Wege an die Ausmaße. Und davor wird friedlich und umweltschonend gearbeitet. Denn im Jahr 2020 fand die Erweiterung des Gewerbegebietes Buchschwabach statt.

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