A400M der Luftwaffe über Buchschwabach

Am 08.04.2024 überflog ein Transportflugzeug der Bundeswehr in geringer Höhe Teile des Marktgebietes von Roßtal. Der Airbus A400M Atlas ist ein leistungsstarkes, militärisches Universalflugzeug der deutschen Luftwaffe. Mehr zum Flugzeug erfahrt ihr bei Bundeswehr.de. Der Start erfolgte in Siegen. Die Landung in Hannover. Kurz vor 15 Uhr Ortszeit wurde die Maschine mit der Seriennummer 081 sowohl real als auch auf flightradar24.com gesichtet (Kennung dort ACTOS8, Datenpunkt bei Position latitude 49.37535, longitude 10.86324). Danke zudem an die Leser für weiteres Bildmaterial hier im Beitrag.

Airbus A400M über Buchschwabach.
Airbus A400M am 08.04.2024 über Buchschwabach.

Sichtung real und digitaler Empfang per ADS-B

Praktisch bei der Sichtung war, dass in Buchschwabach eine Empfangsstation für ADS-B auf 1090MHz vorhanden ist. Der Airbus A400M Atlas 55-22 flog zwischen Trettendorf und Buchschwabach auf einer GPS-Höhe von ca. 700 Metern mit knapp 500 km/h und einer Richtung von 60 Grad. Zieht man die 400 Meter Ortshöhe ab, verbleibt eine reelle Flughöhe von nur ca. 300 Metern über Grund. Als Beweis dienen die digitalen Spuren auf flightradar24.com und radarbox.com.

Sichtung A400M, 08.04.2024, Nachbarort Wintersdorf, Einsendung durch Leser (danke dafür)

Aufgrund der geringen Flughöhe sowie der Flugzeuglänge von 45 Metern war der Airbus A400M mit seinen 4 Turboprob-Triebwerken mit je 10.000 PS im Marktgebiet Roßtal vielfach sichtbar und deutlich zu hören. Herzlichen Dank für Bildmaterial durch fleißige Leser von buchschwabach.com .

Westlich von Buchschwabach war bis zu den 1980er Jahren die Autobahn A75 geplant.

Buchschwabach und die Autobahn A75

Laut Quellen gab es bis zu den 1980er Jahren bei Buchschwabach Planungen für den Bau einer Autobahn. Diese Autobahn sollte den Verkehr westlich an Nürnberg vorbeiführen. Die Trasse war geplant von der A3 bei Erlangen vorbei an Langenzenn, Cadolzburg und Ammerndorf. Westlich hätte die Autobahn A75 dann Buchschwabach tangiert und wäre über Rohr auf die A6 geführt worden. Beim Blick auf die Landkarte fällt auf, dass südlich von Buchschwabach und Rohr die Autobahn A6 einen Schwenk nach Norden macht. Daher beträgt die Luftlinie zwischen der A6 und Buchschwabach nur 5,5 Kilometer. An stillen Tagen mit Südwind kann man manchmal das Rauschen des Autobahnverkehrs am Ort sogar hören. Von der Autobahn aus ist bei Fahrt von Nürnberg kommend kurz nach der Raststätte Kammersteiner Land das große Windkraftwerk westlich von Buchschwabach deutlich zu sehen. Die Trassenführung der A75 an Buchschwabach vorbei zur A6 war für die Planer interessant. Auch das Höhenprofil der Strecke war vielversprechend. Ebenso ist bei Trassenplanung üblich, Verkehrswege parallel zu weiterer Infrastruktur zu führen. Hierzu bot sich die bereits vorhandene Streckenführung der 380kV-Stromtrasse bei Raitersaich an. Anfang der 1980er Jahre wurden die Planungen verworfen.

Auszug Karte Buchschwabach, Rohr, A6
Die Autobahn A6 liegt südlich von Buchschwabach und ist nur 5,5km entfernt

Weitere Links zur Autobahn A75 bei Buchschwabach

Streckenkarte Planung A75 Erlangen, Buchschwabach, Rohr (link)

Eintrag Wikipedia zur A75 (link)

Streckenbeschreibung auf autobahn-online.de (link)

Bauernproteste Januar 2024 und die B14 in Buchschwabach

Bereits vor dem Jahreswechsel platzte Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied der Kragen. Und er prophezeite dem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (GRÜNE) in Kürze Proteste in bisher nicht dagewesenem Ausmaß. Auslöser war die spontane Streichung der Steuerrückvergütung von Kraftstoff für landwirtschaftlich genutzte Fahrzeuge. Sowie die Streichung von Vergünstigungen bei der KFZ-Steuer. Und in der Tat kam es am 08. Januar 2024 bundesweit zu unzähligen Protesten mit tausenden von Fahrzeugen. Bereits am Sonntag zuvor hing an den Ortsschildern an der B14 von Buchschwabch je ein Stiefel. Eines der vielen Symbole der Proteste.

Weiterlesen

Buchschwabach im Schnee 2023

Anfang Dezember 2023 fiel reichlich Schnee. Hier sehen Sie Buchschwabach mit ca. 1080 Einwohnern mit Blick von Western. Im Mittelwert fällt hier pro Jahr ca. 600mm Niederschlag pro Quadratmeter. Laut DWD war 1964 mit nur 400mm pro qm ein sehr trockenes Jahr. Während 1981 mit über 900mm pro qm im Raum Nürnberg ein sehr nasses Jahr war (link). Laut LfU Bayern nehmen die Niederschläge am Ort tendenziell im Sommer ab und legen dafür im Winter eher zu (link). Links im Bild ist die Wasserturmsiedlung zu sehen. In der linken Bildmitte spitzt die evangelische Kirche Maria Magdalena mit ihrem Turm heraus. Vorne findet sich das Wohngebiet Hohe Sandleite. Durch Buchschwabach schlängelt sich die Bundesstraße B14. Diese Straße führt von der tschechischen Grenze in Ostbayern bis nach Stockach im südlichen Baden-Württemberg. Am Horizont links lässt sich der Fernmeldeturm Nürnberg erahnen. Östlich von Buchschwabach (im Bild rechts der Mitte oberhalb der Hohen Sandleite) zeichnet sich Defersdorf ab.

Zuckerrübenernte in Buchschwabach

Neben Wohnen und Gewerbe spielt in Buchschwabach weiterhin Landwirtschaft flächenmäßig eine große Rolle. Dieses Jahr wurden auf einem Feld Zuckerrüben angebaut. Nach deren Ernte finden sich die Früchte säuberlich aufgehäuft am Feldrand. Hierbei sind die Ertragssteigerungen durch moderne Landwirtschaft interessant. Während um das Jahr 1850 lediglich 20 Tonnen Früchte pro Hektar erzielt werden konnten, ermöglichen effiziente Flächen, moderne Maschinen und bessere Bewirtschaftung seit dem Jahr 2000 laut statista.de einen mittleren Ertrag zwischen 70 und 80 Tonnen pro Hektar. Dies entspricht einer Vervierfachung an Ertrag binnen 150 Jahren.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/165449/umfrage/zuckerruebenertrag-in-deutschland-seit-1850/

Der einstige Flugplatz Buchschwabach heute

Heute drehen sich nordwestlich von Buchschwabach friedlich drei Windräder. Doch bis ins Jahr 1945 befand sich zwischen dem linken und mittleren Windrad ein Flugplatz. Dieser unterstand bis April 1945 der Wehrmacht. Nach Einmarsch der US-Amerikaner wurde der Flugplatz Buchschwabach noch einige Monate weiter genutzt. Laut Quellen diente der Flugplatz erst als Übungsplatz für Fürth-Atzenhof. Und später der US-Army als Ausweichplatz. Heute erinnern nur mehr einige landwirtschaftliche Wege an die Ausmaße. Und davor wird friedlich und umweltschonend gearbeitet. Denn im Jahr 2020 fand die Erweiterung des Gewerbegebietes Buchschwabach statt.

Weitere Links zum Flugplatz Buchschwabach

Army Air Forces Station Buchschwabach (link wikipedia)

Bericht eines Lost-Place-Besuchers in Buchschwabach

Beginnender Herbst 2023 in Buchschwabach

Noch steht der Tabak. Im Hintergrund ist rechts der Wasserturm zu sehen. Links führt die 110kV-Trasse vom Kraftwerk Gebersdorf zum Umspannwerk Müncherlbach. Diese Trasse leitet bei knapper Stromlage die Energie vom GuD-Kraftwerk in Nürnberg aufs Land. Und wenn die Sonne kräftig scheint oder der Wind fleißig weht, dann führt diese Trasse die regenerative Energie zurück nach Nürnberg. In und um Buchschwabach steht mit Wind und Solar eine installierte Leistung von ca. 10MW peak. Neben Produkten der Landwirtschaft liefert das Umland zunehmend Energie in die Städte.

Bürgerversammlung Programm Bodenständig 2020 in Buchschwabach

Bürgerversammlung boden:ständig Gemeinsam zum Schutz vor Unwetter

Starkregen, Schlammabtrag, Infrastruktur zur Ableitung von Oberflächenwasser. Können Bürger hier mit einwirken? Am 03.02.2020 fand um 19Uhr im Schützenheim Buchschwabach eine Bürgerversammlung statt. Es ging um das Programm boden:ständig. Kernthema war: Wie kann die Gemeinde Roßtal gemeinsam mit Bauern und Grundstückseignern sinnvolle Lösungen gegen Unwetterereignisse und Bodenerrosion in und um Buchschwabach schaffen? Immer wieder leidet Buchschwabach unter Starkregen und überfluteten Kellern.

Herr Ruhland legte den Ist-Zustand in und um Buchschwabach detailiert dar.

Die Probleme sind vielfältig. Es gibt viele Ansätze zur Verbesserung. Um etwas zu erreichen müssen Landwirte, Grundbesitzer und die Gemeinde Roßtal sich langfristig an einen Tisch setzen. Hierzu haben sich Vertreter der Gemeinde Roßtal mit dem Amt für ländliche Entwicklung und das Ingenieurbüro Christofori kompetente Unterstützung geholt. Denn sowohl die Topografie von Buchschwabach als auch eine veraltete Infrastruktur, die optimierte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen und knapp geplante Baugebiete spielen ebenso eine Rolle, wie seit Jahren verschleppte oder abgelehnte Maßnahmen. Durch die zahlreichen Wortmeldungen wurde klar: Es ist Zeit etwas zu tun.

Herr Ruhland spricht über das Programm Boden:ständig in Buchschwabach

Appell: Gehen wir es gemeinsam an

Detailiert wurde der aktuelle Ist-Zustand in Bezug auf drohende Risiken und Ursachen vergangener Ereignisse dargelegt. Im Rahmen der gut besuchten Veranstaltung wurde detailiert der Ist-Zustand präsentiert. Herr Ruhland gab Einblicke in die Untersuchung von 8 Teileinzugsgebieten. Die Begehungen vor Ort haben laut ihm häufig mit lokalen Wissensträgern und Eigentümern stattgefunden.

Bei dem Planungskonzept „boden:ständig“ arbeiten verschiedene Ämter mit den Landwirten und den Grundstückseigentümern zusammen. Gemeinsam sollen kostengünstige und sinnvolle Lösungen entwickelt werden. Ebenso wurden Lösungsansätze aufgezeigt und von Seiten der Gemeinde und beteiligter Stellen und Planer die Hand gereicht. Es stehen zahlreiche Maßnahmen zur Diskussion:

  • Ertüchtigung bestehender Entwässerungsmulden (Rigolen)
  • Anhebung der bestehenden Wege, Rückhaltung, Geländeprofilierung
  • Ackerrandstreifen als „Pufferstreifen“
  • Sedimentfänge anlegen
  • Querbewirtschaftung der Äcker….

Die Marktgemeinde Roßtal wird laut Herrn Völkl bereits im Februar 2020 mit der Sanierung der Rigolen im Gewerbegebiet Buchschwabach beginnen um dort die Entwässerung wieder tauglich gegen Starkregen zu machen.

Bürgermeister Völkl in Buchschwabach zum Programm boden:ständig Januar 2020
Bürgermeister Völkl in Buchschwabach zum Programm boden:ständig Januar 2020

Aus dem Publikum kam auch der Vorschlag, den Flurbereinigungsweg vom Gewerbegebiet zum Raitersaicher Weg zu erhöhen um so einen Damm zu schaffen. Laut weiterer Wortmeldung wurde dies bereits vor Jahrzehnten abgelehnt.

In kleinen Schritten zu mehr Schutz vor Unwettern in Buchschwabach

Herr Christofori machte nachvollziehbar klar, dass der positive Effekt durch die gemeinsame und verschiedenartige Kombination kleiner Maßnahmen zum Erfolg des Projekts beitragen wird.

Im gemeinsamen Dialog ist nun die Basis gelegt um langfristig Schutz in Buchschwabach gegen Elementar-Ereignisse zu schaffen und speziell die Bürger im Kernort Buchschwabach vor Überflutung, Rückstau und Schlamm zu schützen.

Bürgerversammlung Programm Bodenständig 2020 in Buchschwabach
Bürgerversammlung Programm Bodenständig 2020 in Buchschwabach

Die Bürger haben es in der Hand

Bürgermeister Völkl ludt die Zuhörer der Bürgerversammlung zu gemeinsamen Dialog ein. Dass das Thema in Buchschwabach ein „heißes Eisen“ ist wurde bei den zahlreichen Wortmeldungen deutlich. Landwirte, Anwohner, Feuerwehrmitglieder trugen ihre Sicht der Dinge bei. Immer wieder luden Herr Völkl und die am Projektaufbau Beteiligten zum neutralen und gemeinsamen Dialog ein.

Ebenso fing Herr Völkl in einer kurzen Abstimmung per Handzeichen die akutelle Stimmungslage im Zuhörerraum ein. Eine große Mehrheit sprach sich für den Beginn des Programms boden:ständig aus. Zugleich äußerten sich einzelne Bürger sorgenvoll um die Belange des Kernortes und beäugten die Planugsvorschläge kritisch. Die weiter darauf folgende Bürgerdiskussion rundete den Abend ab. Selbst nach Ende der Veranstaltung fanden sich viele Bürger zum gemeinsamen Gesprächen zusammen um über den Ist-Zustand und mögliche Maßnahmen zu diskutieren.

Neben knapp 90 Bürgern, Fachverantwortlichen, Projektbeteiligter und Zuhörer zeigten sich unter anderem auch die Bürgermeisterkandidaten Rainer Gegner (SPD), Renate Krach (CSU) sowie Mitglieder der GRÜNEN. Ebenso waren weitere Mitglieder des Marktgemeiderates anwesend.

Alexander Fritz, Bürgermeister Ammerndorf im Interview für Buchschwabacb

Nachgefragt: Interview mit Bürgermeister Alexander Fritz in Ammerndorf zu dataform

„Wenn’s dableibernden däd i mi sehr freia!“

Übersetzung: Herr Fritz meint zur dataform: *“Über einen Verbleib des Unternehmens dataform im Landkreis Fürth würde ich mich sehr freuen.“

Nachgefragt: Im August 2019 gab es ein Interview zwischen der Redaktion und Bügermeister Alexander Fritz aus Ammerndorf zum Thema dataform. In Ammerndorf war bis 2019 der Hauptsitz der Firma dataform. Nach einem bürgerlichen Krimi im Markt Roßtal zog das Unternehmen schließlich nach Buchschwabach. In einem Telefonat am 02. Juli 2019 durfte ich Herrn Bürgermeister Fritz aus Ammerndorf ein paar Fragen zum Thema stellen.

Weiterlesen